Wassermolche sind mehr ans Wasser gebunden als Salamander. Trotzdem verbringen sie den größten Teil des Lebens auf dem Land und sind nur während der Fortpflanzungszeit länger im Wasser. Auffallend ist der seitlich abgeflachte Ruderschwanz und das regelmäßige Wechseln der Oberhaut. Diese wird anschließend in der Regel aufgefressen.

Wassermolche zeigen eine besondere Hochzeitszeremonie: Das Männchen legt 2 bis 3 Samenkapseln am Gewässergrund ab. Diese werden vom Weibchen mit der Kloakenöffnung aufgenommen. Die Eier werden beim Ausscheiden automatisch befruchtet und einzeln an Wasserpflanzen geheftet. Nach ca. 2 Monaten schlüpfen die Molchlarven, die Umwandlung zum Landtier dauert weitere 3 Monate.

Besonderheit: Gelegentlich kommt es bei Wassermolchpopulationen (z. B. beim Grottenolm) zur „Neotenie“, d. h. die Larven entwickeln sich nicht zum Landtier, sondern wachsen als Larven bis zur Geschlechtsreife weiter. In diesem Stadium können sie sich auch als Larven fortpflanzen.

Die Molcharten lassen sich besonders gut am auffälligen Hochzeitskleid der Männchen voneinander unterscheiden.