Beispiel: Wasser- oder Teichfrosch

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© Heintges Lehr- und Lernsystem GmbH
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Paarung

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Laichklumpen

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Umwandlung zum Frosch

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Kaulquappen kommen an die Wasseroberfläche zum Luftschnappen

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fertig entwickelter Frosch

Beim Wasser- oder Teichfrosch beginnt die Paarungszeit ca. Ende April und findet im Wasser statt. Hierbei klammert sich das Männchen durch den Klammerreflex (Amplexus) am Rücken des Weibchens fest und beide tauchen unter (1). Das Weibchen legt seine Eier (ca. 600 bis 1.500) in Form von Laichklumpen ab, über die das Männchen seine Samenflüssigkeit spritzt. Die Laichklumpen sinken zu Boden (2). Die anfangs ca. stecknadelkopfgroßen Eier quellen im Wasser auf. Innerhalb von ca. 7 bis 9 Tagen entwickeln sich in ihnen die Larven und es schlüpfen die ersten sogenannte Kaulquappen. Verstärkt entwickeln sich ein kräftiger Ruderschwanz mit Flossensaum und die zur Atmung im Wasser dienenden Kiemen (2 bis 3). Die Larven ernähren sich hauptsächlich vegetarisch, z. B. von Algen und Wasserpflanzen. Nach einiger Zeit beginnt die Umwandlung zum Frosch (3). Die zunächst äußeren Kiemen werden nach wenigen Tagen zu inneren Kiemen, aus denen sich am Ende der Umwandlung zum Landtier die Lungen entwickeln. Die Hinterbeine zeigen ein verstärktes Wachstum, es entwickeln sich die typischen Sprungbeine. Der Ruderschwanz bildet sich zurück. Die fast fertig entwickelten Frösche ernähren sich neben Algen und Wasserpflanzen zum Teil von Wasserinsekten, Würmern, Schnecken und Fischbrut. Jetzt schwimmen die Kaulqappen bereits häufiger an die Wasseroberfläche zum Luftschnappen (4). Aus dem Wasserbewohner hat sich ein lungenatmender Landbewohner entwickelt. Der fertig entwickelte Frosch verlässt das Wasser und beginnt sein Leben als Lungenatmer an Land (5). Die erwachsenen Frösche ernähren sich hauptsächlich animalisch, z. B. von Insekten, Schnecken, Würmern. Auch Froschlurcharten, die vorwiegend an Land leben, wandern zum Laichen zu ihren angestammten Gewässern. Hierbei umklammert in der Regel das Männchen das Weibchen von hinten und lässt sich tragen. Die wandernden Froschlurche sind insbesondere durch den Straßenverkehr gefährdet und werden deshalb vielerorts von Naturschützern mit Hilfe von Absperrungen und Fangeimern eingesammelt und anschließend im Laichgewässer ausgesetzt.

© Dr. W. Völkl

Wasserfrösche am Laichplatz