Kleingewässer schützen / Was können die Fischer tun?

#Kleingewässer schützen

Fast alle Gefahren für Klein- und Kleinstgewässer und deren Bewohner verursacht der Mensch.

So werden z. B immer noch widerrechtlich

  • Kleingewässer zugeschüttet,
  • mit Wasser gefüllte Wagenspuren beseitigt,
  • Tümpel und Feuchtstellen mit Müll und Bauschutt aufgefüllt und dann eingeebnet.

Dies führt zu einer Beeinträchtigung oder Vernichtung des Lebensraumes vieler Tierarten.

Beispiel: Amphibien
Nahezu alle Amphibien sind zumindest für ihre Fortpflanzung auf das Wasser angewiesen. Der Verlust ihrer Laichgewässer führt deshalb zum Aussterben ganzer Amphibienvorkommen.

Wer Amphibien und deren Lebensraum erhält oder neue Lebensbereiche schafft, betreibt aktiven Naturschutz.

#Was können die Fischer tun?

  • Vorhandene Kleingewässer sind zu schützen.
  • Tümpel dürfen nicht zu Angelteichen umfunktioniert werden.
  • Vorhandene Kleingewässer dürfen nur im Rahmen der natürlichen Ertragsfähigkeit fischereilich genutzt werden.
  • Fischerei und Amphibienschutz gehören für den verantwortungsbewussten Fischer zusammen.

Viele Stellen beschäftigen sich heute mit Amphibienschutz, z. B. Landkreise, Gemeinden, Wasserbauer, Förster usw. Auch Fischereiorganisationen und Fischereivereine können bei der Erhaltung noch vorhandener Lebensräume und, wenn sinnvoll, bei der Anlage neuer Lebensräume in Form von Kleingewässern mitwirken.

Anhaltspunkte für die Neuanlage von Kleingewässern enthält die AID-Broschüre „Kleingewässer schützen und schaffen“ von Peter Pretscher, Bundesforschungsanstalt für Naturschutz- und Landschaftsökologie, Bonn.
Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AID) e. V., Konstantinstr. 124, 53179 Bonn.